Landesgruppe Hansa
 

Über die Gesundheit der Spitze


Patellaluxation

Laut Beschluss der Generalversammlung v. 1996 sollen unsere Hunde für die PL-Untersuchung 1 Jahr alt sein (die Altersangabe fehlt in unserer Zuchtordnung).

Ist der Hund jünger, wird die Untersuchung bei uns nicht anerkannt und muss wiederholt werden. Bei anderen Rassen wird auch früher untersucht. z.B. ab 9 Monaten. Sie sollten aber noch viel früher eine Voruntersuchung machen lassen, um sehr frühzeitig zu wissen, was zu erwarten ist.

Ganz wichtig auf jeden Fall bei den Hunden, die wieder für die eigene Zucht vorgesehen sind, oder an andere Züchter gehen sollen. Sie ersparen sich Reklamationen und auch eigene große Enttäuschung, wenn erst mit 1 Jahr vielleicht ein schlechtes Ergebnis heraus kommt.

Mit 1 Jahr ist es auch recht spät, mit Medikamenten (sehr gute Ergebnisse mit Homöopathie) eine Verbesserung zu erreichen. Auf jeden Fall profitiert ein Hund später und im Alter von der frühzeitigen Behandlung, die auch wiederholbar ist.

Machen Sie bei Hündinnen nie kurz vor, während und kurz nach der Läufigkeit die PL-Untersuchung. Die Ergebnisse können dann schlechter sein.

Patellaluxation-Untersuchung - Offiziel zugelassene Tierärzte finden Sie hier: http://www.tieraerzteverband.de/


DNA

Den Antrag für die DNA-Einlagerung finden Sie hier.
PHPT

Dringender Rat: Lassen Sie Ihren Wolfsspitz auf PHPT untersuchen!

Bei der PHPT (Primärer Hyperparathyreoidismus) handelt es sich um eine spontane Erkrankung, bei der zuviel Parathormon (Nebenschilddrüsenhormon) ausgeschüttet wird. Ursache ist oft ein Tumor der Nebenschilddrüse. Als Folge ist der Blut-Kalziumsspiegel erhöht. Es kommt dadurch zu einer Verkalkung von inneren Organen und zu einem Knochenabbau (das Kalzium wird nicht nur vermehrt aus der Nahrung aufgenommen, sondern auch aus dem Knochen herausgeholt). Die Symptome, die oft ab einem Alter von ca. 7 Jahren auftreten, sind meist unspezifisch und reichen von leicht bis sehr schwer. Vielfach sieht es aus wie ein rapider Alterungsprozeß. Wolfsspitze/Keeshonde erkranken wesentlich häufiger als Hunde anderer Rassen.

In den USA entwickelte Dr. Goldstein einen Test, der das Gen (bzw. einen direkten Nachbarn) nachweist, das für die Entstehung der PHPT verantwortlich gemacht wird. Wie bereits kurz berichtet, lud die Gruppe Braunschweig bei ihrem Wandertag im Februar einen Tierarzt ein, der u.a. bei den Wolfsspitzen Blutproben für den PHPT-Gentest zog. Diese wurden dann gemeinsam mit weiteren Blutproben von nicht anwesenden Hunden (einige Tage vorher bei den jeweiligen Haustierärzten gezogen und in den Harz geschickt) in die USA versandt. Es kamen insgesamt 14 Proben zusammen. Leider erlitten die Röhrchen von zwei externen Hunden bereits während des Deutschlandversandes einen Transportschaden und waren nicht analysierbar. Bei einer weiteren Blutprobe platzten die Blutkörperchen. Somit blieben elf Proben, die ausgewertet werden konnten. Leider war ein Hund positiv! Die Besitzer werden aber erstens den Hund zukünftig nicht mehr in der Zucht einsetzen und zweitens können sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen. So bestehen gute Chancen, daß der Ausbruch der Krankheit rechtzeitig erkannt wird und der Hund durch eine Therapie trotzdem ein langes Leben hat.

Derzeit wird die Möglichkeit geprüft, ob man bereits extrahierte DNA, statt der Blutproben, in die USA schicken könnte. Dies hätte den Vorteil, daß die Proben stabiler gegenüber Umwelteinflüssen sind und wäre wohl auch billiger im Versand.

Sollte Ihnen die Gesundheit der Rasse (als Züchter) und die Gesundheit Ihres Hundes nicht auch so am Herzen liegen, daß Sie Ihren Wolfsspitz auch auf PHPT testen lassen?

Für nähere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung
(per Email unter info@tierarztpraxis-seefeldt.de).

Dr. A. Seefeldt

Siehe auch: www.genocanin.de


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